Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes in Glaube, Liebe und Hoffnung

100 Jahre Gemeinde Aurich

Apostel Schulz leitete den Gottesdienst, zu dem auch manche ehemalige Auricher gekommen waren. Bereits im Eingangsgebet erinnerte er an viele Geschwister, die vielfältig in unterschiedlichster Weise ihren Beitrag zu 100 Jahren Gemeinde geleistet haben. Besonders dankte er Gott für allen Segen in der Zeit und betete für die Zukunft der Gemeinde, für Zusammenhalt, Frieden und Freude. Er diente mit dem Wort aus Matthäus 6,33: »Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.« "Genau dieses Trachten haben Geschwister vor 100 Jahren in Glaube, Liebe und Hoffnung begonnen" und heute blicken wir auf ein Zwischenergebnis, nicht das Endergebnis. Der Apostel sprach dankbar von allen Geschwistern, die Opfer und Mühen auf sich genommen haben, während er kurz den Bogen von heute zurück auf die Anfänge gespannt hat. Ziel war und ist nach wie vor, zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit zu trachten. "Vor diesem Hintergrund ist die Gemeinde entstanden", sagte er. Voller Zuversicht blickte er in die Zukunft unter dieser Prämisse und motivierte die Gemeinde, immer voller Hoffnung zu sein, ganz gleich, wie sich die Dinge entwickeln. Wichtig sei, dass jeder für sich den vorgelesenen Bibelvers für sich verinnerlicht, in sich verankert und sich aktiv danach ausrichtet. Er erklärte den Begriff Reich Gottes, ein unsichtbares Reich des Glaubens, des Vertrauens. "Da wo Gott herrscht, wo Gott regiert, da ist Gott gegenwärtig, da wo Menschen sich in diesem Sinne ausrichten." Weiter beleuchtete er das Reich Gottes, vor allem das inwendige: "Gott in uns". Es bedeutet in der Liebe zu sein, im Glauben und im Hoffen, Begriffe, die er im Weiteren erläuterte.

Apostel Schulz erinnerte an einen Ausspruch Jesu: "Dies sollte man tun, aber das andere nicht lassen." Es reiche nicht, den Zehnten zu opfern und die göttliche Gerechtigkeit, die Barmherzigkeit und den Glauben außer Acht zu lassen. Jesus habe deutlich gemacht, dass zum Glauben "alles" gehört. Dies "ist der Schlüssel für die Zukunft der Gemeinde, das eine zu tun und das andere nicht zu lassen." Er erinnerte in diesem Zusammenhang an den von Stammapostel Schneider zu Pfingsten erwähnten "Allerheiligsten Glauben".

Zum Thema Liebe erklärte er, dass sich Liebe zeigen muss, "davon wird man satt. Sie zeigt sich zum Beispiel in Barmherzigkeit und darin, den anderen nicht im Regen stehen zu lassen." Er forderte dazu aus, darüber einmal nachzudenken und erforderlichenfalls etwas zu verändern.

Die Hoffnung verband der Apostel mit der Wiederkunft Jesu Christi. "Ich komme bald", zitierte er den Gottessohn. An dieser Hoffnung solle die Gemeinde festhalten. "Eine Gemeinde ist kein Selbstzweck, sondern versammelt sich, weil sie auf ihren Bräutigam wartet. Da, wo das geglaubt, gelebt und gehofft wird, zeigt sich das Reich Gottes.

Weitere Predigtbeiträge wurden von Diakonin Arnold, Priester Pallasch und dem Bezirksältesten Eilts gesprochen.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurden die Diakone Werner Cassens und Heiko Cassens mit Worten der Dankbarkeit und Anerkennung in den Ruhestand gesetzt. Schwester Doris Eilts wurde zur Diakonin ordiniert und sagte: "Gott steht immer an deiner Seite! Du wirst es erfahren." Die Diakonin Tanja Arnold wurde zur Priesterin ordiniert. Zu ihr sagte er, "halte fest am Glauben, an der Liebe und der Hoffnung und: niemanden im Regen stehen lassen."

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Teilnehmenden eingeladen, im dazu vorbereiteten Kirchengarten im Sonnenschein den Vormittag bei schönen Gesprächen ausklingen zu lassen und Getränke sowie Fingerfood zu genießen.